Mehr über Vilm

 
 

Der Regenplanet: Eigentlich hatten sich die Siedler an Bord der Vilm van der Oosterbrijk das ganz anders vorgestellt. Doch anstatt sie wohlbehalten zu einer entfernten Kolonialwelt zu bringen, war der Weltenkreuzer auf einen namenlosen Planeten gekracht, auf dem es nur eines im Überfluss zu geben schien: Regen. Die wenigen Überlebenden improvisieren zwischen Schrott und Schlamm eine Zivilisation, der nicht nur Kaffee fehlt.

Der Regenplanet scheint nur auf sie gewartet zu haben - allerdings nicht, um sich erobern zu lassen.


Die Eingeborenen: So hatten sich das die Retter an Bord der Armorica nicht vorgestellt: Statt sich evakuieren zu lassen, fordern die Schiffbrüchigen der Vilm van der Oosterbrijk, dass ihr Planet als unabhängige Welt anerkannt wird. Damit lösen sie eine diplomatische Krise aus, denn der wenig attraktive Regenplanet weckt unerklärbare Begehrlichkeiten: beim Flottenkommando auf Atibon Legba, der Goldenen Bruderschaft, den Päpsten von Vatikan, bei Versicherungskonzernen und Journalisten. Die Vilmer, deren ganzer Reichtum aus einer riesigen Schutthalde besteht, scheinen all dem hilflos ausgeliefert. Aber sie bringen ihre Widersacher immer wieder ins Grübeln, nicht zuletzt über die Frage, ob Vilmer überhaupt noch Menschen sind ...


Das Dickicht: Ein gewaltiges Dickicht umspannt den Äquator des Regenplaneten - von den Felsen tief unter dem aufgeweichten Boden bis in eisige, luftlose Höhe. Die Vilmer nennen es das Supergestrolch und manchmal das Nest der Regendrachen.

Sie tun, was sie mit allem auf Vilm tun: Sie arrangieren sich. Um so erstaunter sind sie, als plötzlich eine ganze Reihe seltsamer Touristen aus allen Winkeln der bewohnten Galaxis auftauchen und nur ein Ziel haben: das Dickicht.

 

Willkommen auf dem Regenplaneten!

Stimmen und Rezensionen

Der Regenplanet/Die Eingeborenen:


„Der Bilderbogen einer faszinierenden Welt.“

phantastik-couch


„Vieles bleibt hier offen, lässt in beinahe märchenhafter Weise Raum für Fantasie ... und, hoffentlich, für weitere Geschichten aus Kruschels eigentümlicher Zukunftshistorie.“

Der Standard, Wien


„... sehr gut. Immer mit Informationen geizend, aber nie zu viel zurückhaltend, erzählt er die Chronik einer faszinierenden Welt und bewegt sich dabei in den Fußstapfen Ray Bradburys, der mit seinen Mars-Chroniken ein vergleichbares Werk geschaffen hat. Dabei muss Kasten Kruschel diesen Vergleich mit dem Klassiker nicht scheuen.“

Literatopia


„Kruschels lebendiger Stil, seine guten Ideen und die packende Atmosphäre machen beide Teile des Romans zu einem Lesegenuss, den man sich, wenn man auf „altmodische“ Abenteuer-SF steht, keinesfalls entgehen lassen sollte.“

Gunther Barnewald


„Skeptische Science Fiction aus Leipzig“: Die Leipziger Internetzeitung bespricht ausführlich Der Regenplanet und Die Eingeborenen.


„Mit diesem zweiteiligen Werk habe ich einen ersten Ausflug in die Welt des SciFi gewagt und damit gleich einen Volltreffer gelandet. Karsten Kruschel hat mich in fremde Welten entführt und mit seiner bildhaften Sprache mitten auf dem Regenplaneten abgesetzt. Mehr kann man sich von einem Buch nicht wünschen.“

Elfbox‘s grenzenloser Bücherblog


Das Dickicht:


„Intelligente Science-Fiction mit originellen Ideen, fernab von hochgerüstetem Weltraumgeballer, mit einem scharfen Blick für menschliche Schwächen.“

phantastik-couch


Vilm. Das Dickicht lässt sich leicht zusammenfassen: Das pure Vergnügen.“

Der Standard, Wien


„Es gibt wenige Bücher, die ich so vorbehaltlos empfehlen kann wie jene deren Erzählreigen im weitesten Sinne um den Planeten Vilm kreist ...“

Wolfgang Kucher


Das Dickicht ist der beste der drei Vilm-Romane (vier, wenn man das Buch Galdäa hinzuzählt, dass zwar nicht auf Vilm aber dennoch im gleichen Universum spielt).“

Ralf Boldt

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Ausgezeichnet mit dem Deutschen Science Fiction Preis 2010 (Der Regenplanet/Die Eingeborenen)


Laudatio zur Preisverleihung


Nominiert für den Kurd-Laßwitz-Preis 2010 (3.Platz)


„Buch des Monats“ auf der phantastik-couch im August 2009


Coverillustrationen von Ernst Wurdack

Ein paar Erzählungen hintendran: Als 1987 mein Erzählungsband Das kleinere Weltall vorbereitet wurde, gab es da noch mehrere Erzählungen, die anfangs als zweite Hälfte eines ziemlich dicken Erzählungsbandes geplant waren und alle auf einem Planeten spielten, auf dem es dauernd regnete. Der zuständige Lektor Erik Simon beschloß dann, all diese Geschichten – es müssen so an die 200 Seiten gewesen sein – herauszunehmen, und einen Band ausschließlich mit Regenplanet-Stories zu machen. Ich bekam einen Verlagsvertrag für einen 1991 erscheinenden zweiten Erzählungsband Der Regenplanet samt Vorschuß, und begann sogleich, weitere Regengeschichten zu schreiben.


Ein frühes Kapitel ... und stets das Vernünftigste tun erschien im sechsten Band der legendären Lichtjahr- Almanache. Der Text war schon 1986/87 (oder noch früher?) geschrieben worden, erblickte aber erst 1989 das Licht der Welt.

Denn: Die Lichtjahre waren grafisch und gestalterisch aufwendig gemachte Bücher, die von den ewig ruckelnden und aussetzenden Druckereien immer sehr verspätet geliefert wurden. Der Copyright-Vermerk unter meinem Text lautete dann auch 1988, und Dieter Heidenreich, der die Illustrationen zu Das kleinere Weltall zeichnete, hatte auch hier die Illustrationen gemacht, war also bereits mit dem Regenplaneten beschäftigt.

Lichtjahr 6 erschien zu einem Zeitpunkt, zu dem Erik Simon die siebte Ausgabe längst fertig hatte, die meine Erzählung Regendrachen sterben, wenn die Sonne scheint enthalten sollte. Die Wende verhinderte das Erscheinen des siebenten Almanaches.

Die Leipziger SF-Fans vom FKSFL stemmten 1999 die unlösbar scheinende Aufgabe, den Band in derselben Qualität wie die alten Lichtjahre herauszubringen; er enthielt wie 1988 eingeplant ein weiteres Kapitel der Regenplanetengeschichte,


Wende, alles auf Null: Kurz vor der Währungsunion im Juli 1990 trat Das Neue Berlin ohne jede Vorwarnung von dem Buchvertrag zurück, überwies mir den Rest des Veröffentlichungshonorars (natürlich in DDR-Mark) und sandte mir eine Kiste mit allen Manuskripten.Damit waren sie raus aus der Nummer.


Angesichts des damaligen Trubels rund um die Wiedervereinigung und weil ich gerade meine Dissertation fertigzustellen hatte, ruhten die Texte für einige Jahre. Nach und nach aber schrieb ich die zusätzlich geplanten Kapitel, stellte Querverbindungen zwischen ihnen her und so wuchs dann im Lauf der Jahre das zusammen, was später Vilm wurde: Ein Episodenroman von 480 eng beschriebenen Seiten, gegliedert in vier Teile, die zahlreiche Datenblätter enthielten – Artikel aus einem fiktiven Lexikon, in denen grundlegende Fakten aus dem Universum erläutert wurden, das ich mir ausgedacht hatte.


Alle Versuche, das Manuskript bei einem bundesdeutschen Verlag unterzubringen, endeten mit Absagen; meistens mit Standard-Begleitbriefen. Kurzzeitig war leichtes Interesse in München spürbar, aber auch daraus wurde nichts. Ich vertrieb mir den Frust – soweit neben dem Job Zeit dafür blieb – mit der Arbeit an einem neuen Roman. Den reichte ich nirgendwo mehr ein. Fast nirgendwo.


Hast du eine Geschichte? Nein, einen ganzen Roman: Dann erreichte mich am 31. Oktober 2005 die Mail einer mir völlig unbekannten Heidrun Jänchen: Sie arbeite für den Wurdack-Verlag an einer Anthologie unveröffentlichter SF-Geschichten von Autoren aus der verschiedenen DDR, und ob ich mitmachen wolle. Nach einigem Hin und Her bekam sie ein Vilm-Kapitel, das ihr gefiel, und ich fragte sie, ob sie denn den ganzen dazugehörigen Roman haben wolle. Sie wollte, und plötzlich hatte ich einen Verlag für den in Teilen bereits 20 Jahre alten Text gefunden.


Es folgte eine Operation, die mir so schmerzhaft vorkam wie eine am offenen Herzen: Die Gliederung in vier Teile flog raus, die Datenblätter wurden gestrichen, und ein komplett in Dialogen gehaltenes Kapitel sollte in normale Prosa umgeschrieben werden. Tat ich auch. Heute muß ich zugeben, daß dieses Kapitel dadurch deutlich gewonnen hat (es war Obst für Eingeborene).


Dann kam die Nachricht, daß die Druckerei das Buch nicht würde herstellen können – viel zu dick. Zum gegebenen Preis nicht zu machen. Ein kleiner Verlag arbeitet in viel engeren Rahmen als die Großen der Branche.  Wir mußten es teilen ... und ich sortierte die Episoden neu. Im ersten Teil Der Regenplanet ging es nun um die Geschichte der Alleingelassenen auf Vilm, im zweiten Teil Die Eingeborenen um die komplizierten Beziehungen der Bewohner Vilms zum Rest des bewohnten Kosmos; denn als die Retter endlich kommen, will sich kaum noch jemand retten lassen. Nochmal Lektorat: Alle Bezüge der Episoden untereinander mußten überprüft werden, manche Anschlüsse neu geschrieben, viel gebastelt.


Beide Bände kamen 2009 kurz hintereinander heraus, verkauften sich überdurchschnittlich gut und bekamen im Folgejahr als bester Roman des Jahres den Deutschen Science Fiction Preis.


Danach traute ich mir, den noch nirgendwo eingereichten Roman Galdäa bei Wurdack anzubieten. Heidrun las das Manuskript gar nicht erst, sondern fing sogleich mit dem Lektorat an.


Gib uns mehr!: Zugegeben, ich lasse gern die eine oder andere Frage offen, einfach damit sich der Leser selbst Fragen stellt ...


... aber Vilm führte zu einer Flut von Reaktionen. Bei Lesungen, per Email oder über soziale Netzwerke begegnete ich Lesern, die sich Antworten hatten einfallen lassen. Es war wie Weihnachten und Ostern an einem Tag: So viele Ideen! So viele tolle Ideen, auf die ich selbst nie im Leben gekommen wäre!


Und jede davon schien in meinem Kopf neue Geschichten zu zünden. So entstand Vilm. Das Dickicht. Nicht ohne Grund gibt es darin am Schluß eine Aufzählung von Namen: Das sind die, deren Ideen in den Roman eingeflossen sind, auch wenn sie selbst sie vielleicht gar nicht wiedererkennen.

Die verschlungene Geschichte eines Buches

Der Zehn-Sekunden-Mini-Buchtrailer

Leseproben (PDF):


Der Regenplanet




Die Eingeborenen





Das Dickicht

Copyright: Rüdiger Mach

Der Film zum Kruschel in der ARD-Mediathek (ca. 7 Minuten, Flash erforderlich)